Tropfen, Fass, den Rest kennt ihr …

By | 18. März 2014

Ich hab ja lange versucht mich nicht auf irgendeine Seite im aktuellen innerparteilichen Krieg (nein, Streit ist DAS nicht mehr) zu stellen. Ich wollte das eigentlich machen wie ein Gärtner: die hässlichen Äste, die links und rechts raus schauen beschneiden, und schon hat das ganze wieder eine ansehnliche Form. Aber daraus wird wohl nichts.

Aber erst mal kurz zur aktuellen Lage:

Auf der linken Seite des Schlachtfelds liegen, mit einem Kampf-IQ am oberen Ende der Skala aber leider nicht genutzt, die Linksaußen der Partei in ihrem Schützengraben. Ihr Waffen sind mit „du Nazi!“ Projektilen geladen. Alternativ stehen „Geschichtsrevisionist!“ Granaten bereit.

Auf der rechten Schlachtfeldseite sieht man die Überreste von einigen, tatsächlichen, naziähnlichen Gestalten.

Und mittendrin? Also auf dem Schlachtfeld? Da ist sie. Die gemäßigte Basis dieser Partei. Unter schwerem Beschuss von links. Von rechts ist still, da ist keiner mehr.

Nun könnte man ja vermuten, dass die Linke Front es bisher noch nicht mitbekommen hat, dass ihr eigentlicher Feind längst über den Haufen geschossen ist und man nun auf die eigenen Leute feuert. Die Zocker kennen das vielleicht. Man nennt es „friendly fire“.

Aber der Ansicht bin ich nicht mehr. In den letzten Wochen hat sich für mich klar abgezeichnet, dass es genau so gewollt ist. Unsere Partei wurde erfolgreich unterwandert. Nein, nicht von den rechten Spinnern. Die hätten vermutlich auch gar nicht den Grips. Es waren Leute die sich selbst als Antifaschisten bezeichnen. Ich, als Antifaschist, distanziere mich von diesen Leuten ausdrücklich! Diese Personen wollen offensichtlich mit aller Gewalt die Partei, ihre Strukturen, ihr bisschen Einfluss, kapern um sie für eigene Zwecke zu missbrauchen.

Anders kann ich mir das Verhalten von vielen einfach nicht erklären. OK, man kann vielen Unterstellen, durch den lange andauernden Kampf gegen Rechts sind sie betriebsblind geworden, und sehen eben überall nur noch Nazis. Das könnte auch eine psychische Erkrankung sein und sollte dringend ärztlich begutachtet und behandelt werden. Aber es gibt einfach Dinge, die lassen sich so nicht erklären. Dazu gehört unter anderem, einem Gründungsmitglied zu sagen „wenn du kein Pirat sein willst, hau eben ab“.

Nachdem der klar denkende Teil des Vorstandes die Brücke verlassen hat, muss sich nun was tuen. Zumindest einen BPT wird es bald geben. Dort wählen wir dann einen neuen Vorstand und alles nichts wird gut. Nach aktuellen Plänen des kommissarischen Bundesvorstandes soll der Parteitag im Osten der BRD statt finden. Dies wird mit dem Support für den Wahlkampf dort begründet. Nun komme ich selbst aus MV und würde mich ja eigentlich freuen, für einen Parteitag nicht mit meiner ganzen Technik durch halb Deutschland fahren zu müssen. Aber: Ich will einen Parteitag möglichst weit weg von Berlin. Ich will einen Parteitag der nicht durch div. Leute manipuliert und gelenkt wird, wie es ihnen in den Sinn passt. Versteht mich nicht falsch, es gibt viele tolle Berliner. Aber leider ist die Dichte an Leuten, die die Partei als ihr persönliches Spielzeug ansehen, oder einfach nur nicht nachdenken, besonders hoch.

Und wir werden das Problem nur dann lösen, wenn wir hart durchgreifen. Ein guter Anfang wäre es, wenn man sich von gewissen Abgeordneten und deren Peer-Group trennt.

Und noch ein paar Worte an unsere Pirantifaschisten:
Die Partei wurde mit einer Vision von Leuten gegründet, die keinen anderen Weg mehr gesehen haben, um die Politik zu beeinflussen, und das was ihnen wichtig war umzusetzen. Natürlich verändert sich eine Partei im Laufe der Jahre. Natürlich ändern sich div. Ziele und Wahlprogramms-Punkte. Aber: Der thematische Kern einer Partei, ihre Existenzgrundlage, wird nicht verändert. Wenn einem dieser Kern nicht passt kann man ja austreten. Eine eigene Partei gründen. Was ihr da abzieht hat mit unserem Grundsatzprogramm und der Satzung nicht mehr viel zu tuen:

  • Ihr tretet die Meinungsfreiheit mit Füßen. Wenn jemand eine Meinung äußert die nicht eure ist, ist er eben Nazi.
  • Ihr wollt das Internet zensieren. Oder wie nennt man das sonst, wenn ein Dienstleister Kurznachrichten filtern soll, die rechts sein könnten? Und ja, auch Nazis haben Grundrechte. Und solange Äußerungen nicht strafrechtlich relevant sind ist das Löschen eben doch Zensur.
  • Nach euer Meinung haben Nazis kein Recht auf Verteidigung. Und ein Anwalt darf schon gar nicht selbst bestimmen wen er vertritt.
  • Ihr haltet Gewalt für ein legitimes Mittel zur Bekämpfung von Faschisten.

Aber es reicht ja nicht, dass ihr diesen Mist verzapft. Nein, sobald jemand die Schnauze voll hat, und Konsequenzen zieht ist er ein Erpresser! Und Nazi! Also ein faschistischer Erpresser oder so. Also, was ihr so anstellt ist ja vollkommen ok, das ist ja Vorzeigedemokratie pur! Aber wenn Teile des Bundesvorstandes zurück treten, weil sie eure Art der Politik nicht wollen, und sich daher nicht mehr in der Lage sehen diese Partei und ihre Interessen zu vertreten, dann ist das Erpressung! Wow! Haut besser einfach ab. Gründet eure eigene Partei. Oder belebt die APPD wieder. Oder lasst es einfach sein mit der Politik. Hauptsache ihr lasst uns in Frieden.

Ich werde meine Arbeit für die Partei in den kommenden Wochen bis nach dem BPT auf ein Minimum beschränken. Also werde ich keine Weiterentwicklungen, Neuinstallationen, Updates, und anderes was so im täglichen Betrieb anfällt,  für die BundesIT umsetzen. Zum BPT werde ich vermutlich mit einer ausgefüllten Austrittserklärung anreisen. Ob ich diese einreiche oder nicht wird sich nach Ende der Versammlung zeigen. Fest steht, ich hab keinen Bock mehr auf die Scheiße die gerade da läuft.

33 thoughts on “Tropfen, Fass, den Rest kennt ihr …

  1. Alex

    Du sprichst mir aus der Seele. Vielen Dank für diesen guten Blogpost!

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  2. FBMri

    Wie ich gestern schon sage:

    Lasst uns das Ding doch in Berlin machen. Es wird sich zeigen, dass auch in Berlin linksradikale nicht die Mehrheit bilden. Sie würden im eigenen Stadion verlieren.

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  3. Michael

    Ich weiß nicht, warum die Verschwörungstheorien sich so halten. Nichts davon ist wahr.
    Niemand will die Partei unterwandern.
    Die Positionen, gegen die du kämpfst, sind nicht vorhanden.
    Nicht einmal das „Nazi“-Wort habe ich gehört. Aber dass sich Leute als solche angegriffen gefühlt haben, habe ich mitbekommen.
    Der Umgangston ist unsäglich. Bei allen Seiten.
    Aufgrund eurer Angst vor diesen „Linken“ macht ihr die Partei kaputt. Das ist sehr schade.
    Wir hätten so viel zu tun gehabt.

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    1. Loki Post author

      Aus eigener Erfahrung: Ich bin Nazi, weil ich am Orgastreik teilgenommen habe. Ich bin Nazi weil ich mich vor ein Parteimitglied gestellt habe, das sich etwas unglücklich ausgedrückt hat. Und ich bin Nazi weil ich der Ansicht bin, das Kritik an Israel ok ist.

      Wenn du eine andere Erklärung für das Verhalten div. „Piraten“ hast, immer her damit.

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      1. Michael

        Wenn dir gegenüber solche Vergleiche gefallen sind, sind sie natürlich unsäglich dumm.
        Missverständnisse gibt es viele. Vielleicht hilft Twitter durch seinen Zwang zur Pointierung mit.
        So wie die Linken Angst vor dem Abdriften der Partei nach rechts sehen, haben die Bürgerlichen Angst vor den Steineschmeißern.
        Beide Seiten tun wirklich alles, um die Ängste der anderen Seite zu verstärken, damit ihre Position unzweifelhaft klar wird. Das wäre nicht nötig.
        Dabei geht natürlich die Partei den Bach runter. Ich fand gerade die Mischung aus beiden Richtungen sehr befruchtend. Nur so konnten wir ein umfangreiches Programm erarbeiten, dass dennoch sehr aus einem Guss ist.
        Das scheint jetzt vorbei zu sein. Der Kollateralschaden der Schlacht ist die Partei.
        Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir wieder von einer größeren Menge von Leuten gewählt werden, bei dem Eindruck, den wir in der Öffentlichkeit machen. Bombergate oder ähnliches sind Aktionen von einzelnen und wären in der Öffentlichkeit auch nie beträchtlich wahrgenommen worden. Streit dagegen wird immer massiv wahrgenommen.
        Es könnte nicht schlimmer sein.

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      1. Michael

        Wo steht da Nazi?

        Nazianwalt ist ja wohl eine eher treffende Beschreibung für jemanden, der Nazis verteidigt. Wieder ein Twitter-Phänomen, dass durch Verkürzung Missverständnisse erzeugt. Ich habe nie gehört, dass er als Nazi bezeichnet wurde. Wär ja auch Quatsch.
        Die Tweets, die du anführst, sind wieder ein Indiz für die unangebrachte Aggressivität und gleichzeitige Dünnhäutigkeit von vielen bei uns.

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        1. Marcel

          Da gibts kein Missverständnis. „Nazianwalt“ ist hier ganz klar diffamierend gemeint und soll unterstellen, dass sich der Anwalt mit dem rechten Gedankengut gemein macht.

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          1. anonym

            Ja die sind geplatzt, so wie viele andere auch auf beiden Seiten.
            Es gibt sowohl keinen rechten Putsch, als auch keinen linken.

            Aber auch hier werden munter weiter Verschwörungstheorien gepusht.
            Man betrachtet sich schon gar nicht mehr als Personen mit unterschiedlichen Meinungen, sondern denkt direkt an ein bösartiges gegenüber.

  4. Jemand


    Also werde ich keine Weiterentwicklungen, Neuinstallationen, Updates, und anderes was so im täglichen Betrieb anfällt, für die BundesIT umsetzen.

    Das ist übrigens die Einstellung, weswegen schon beim #orgastreik gefacepalmt wurde. Aber gut.

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  5. Michael Kröger

    Du hast mit Deinem Beitrag eine sehr präzise Beschreibung der Lage in unserer Partei abgegeben. Danke dafür. Der aBPT wird zeigen, wohin die Partei steuern wird. Ich hoffe Richtung Themen, die einmal den Gründungsimpuls gegeben haben. Für mich ist eines klar. Ich wäre niemals in eine linksradikale Antifa-Partei eingetreten und möchte mich in einer solchen auch nicht wiederfinden. Sollte der aBPT keine klaren Signale einer Abgrenzung gegen diese Strömungen setzen, werde ich mich zurückziehen und schauen, wie ich mich für Themen wie freie Netze, Demokratie, Bildung, Bürgerrechte und Freiheit außerhalb der Piraten einsetzen kann.

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  6. Tobis

    Magst Du uns auch mitteilen, welche Berliner + Peergroup Du meinst? Ich sehe in Berline eine ganze Reihe von Piraten, die dort sehr gute Arbeit leisten.. aber eben auch ein paar Leute, deren Einstellung ich nicht mehr OK finde. Sofern Du aber keine Namen nennst, hab ich keine Ahnung, bo wir die selben Personen meinen. Butter bei die Fische, bitte.

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    1. Loki Post author

      Ich glaube am drängendsten wäre es mit der Höfinghoff-Clique anzufangen beim aufräumen. Ich werde hier keinen Online-Pranger mit einer vollen Namensliste erstellen. Der Herr Höfinghoff steht hier auch nur, weil er der offensichtlichste ist.

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      1. fivebyfive

        Loki schrieb „Ich werde hier keinen Online-Pranger mit einer vollen Namensliste erstellen.“ Eine Hilfe ist die unsägliche Unvereinbarkeitserklärung der Pirantifa (in voller Ignoranz des Grundsatzprogrammes der Piratenpartei verfasst. Aber um Redundanz oder nicht ging es ja auch nicht im Geringsten), die als purer Gesinnungstest lanciert wurde.

        Unterschreibst Du, was wir hier machen oder nicht? Wenn nicht: Nazi!

        Man kann sich an der Reihenfolge der Einträge gut orientieren und trifft eine Menge Bekannter wieder. Später sind viele dann viele Genötigte und Arglose dazu gekommen.

        Bei den Unterzeichnungen einiger Verbände bin ich mir allerdings ziemlich sicher, dass ihnen der Kotau bewusst war.

        http://wiki.piratenpartei.de/Pirantifa/Unvereinbarkeitserkl%C3%A4rung

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  7. Pingback: Statusbericht BuVo-Rücktritte und -Neuwahl - rs political blog

  8. Battleaxe

    100% Ack –
    Wenn man sagt jeder hat das Recht auf seine Meinung und jeder darf ausreden ist man Nazi. Denn man müsste sagen: Jeder ausser dem der den Label „Nazi“ hat . . .
    Wenn man Nazis reden lässt ist man Nazi.

    Man muß diesem braunen Sumpf direkt entgegen gehen. Sie argumentativ aushebeln. Ihre Aufmärsche nicht mit Gewalt sondern mit Ideen „umbiegen“. Leider geht das nicht weil extrem Antifas nicht die Finger von der Gewalt lassen können und deshalb mit der Polizei kein Deal zu machen ist wie die NeoNazis zu dem gemacht werden was sie sind, eine kleine, dumme Randgruppe.

    @Michael:
    Zitat: Martin Delius:
    „Im so einer demokratischen Partei sollte ein Nazianwalt ja auch nichts zu suchen haben.“ (der link von Oben)

    Also, nach Dir ist ein Nazianwalt einer der Nazis verteidigt – das ist ok, da er kein Nazi ist.

    Warum sollte er dann in einer demokratischen Partei nicht sein dürfen?

    Für mich ist da nichts misszuverstehen.
    Wenn ich Nazi bin weil ich meinen gegenüber Ausreden lasse –
    Wenn Udo Nazis verteidigt ist er Nazi.

    Ich sage dazu:
    Grundrecht ist Grundrecht und es steht jedem gut zu Gesicht das auch so zu vertreten. Das ist die Lehre aus den 16/1000 Jahren.

    Das zu verneinen ist menschenverachtend und hat in einer liberalen/egalitären Partei (und in so eine bin ich 2009 eingetreten) nichts zu suchen.

    Diese Partei müssen wir uns zurück holen.

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  9. anonym

    Hallo,
    doch genau das sind sie die Verschwörungstheorien.
    Wie kommt es das ein gemäßigter wie du die weiterverbreitest?
    Das Thema ist doch viel zu wichtig um so zu pauschalisieren.
    Es gibt keine Höfinghoff-Clique! Und das sage ich hier aus dem fernen Hessen. Als eher Liberaler als Linker. Es braucht nunmal Pluralität und Höfinghoff vertritt durchaus interessante Diskurse.
    Lehnt euch bitte noch mal zurück, geht in euch und überlegt ob das alles so einfach ist wie es hier dargestellt wird. Und bitte nicht nach diffusen Gefühlen, sondern nach wirklichen Fakten.

    Reply
    1. Loki Post author

      Die Liste unten von $Dingen, die da div. Leute tuen, ist meine faktische Grundlage. Was die Clique betrifft: Diese Wortschöpfung ist nicht von mir sondern von Berlinern.

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      1. anonym

        Sorry gerade die ersten 3 Punkte halte ich für nicht richtig. Die meine ich als diffuses Gefühl.
        Niemand möchte diese 3 Punkte.
        Das Gefühl entsteht meiner Meinung nach bei
        – „Das ist eine rechte Aussage“
        wird oft zu
        „Du hast mich Nazi genannt“

        – Ihr wollt das Internet zensieren. Oder wie nennt man das sonst, wenn ein Dienstleister Kurznachrichten filtern soll, die rechts sein könnten? Und ja, auch Nazis haben Grundrechte. Und solange Äußerungen nicht strafrechtlich relevant sind ist das Löschen eben doch Zensur.

        Da gäbe es einmal Wikipedia zu Zensur.
        Eigentlich jeder kommerzielle Anbieter hat so eine policy und setzt die mehr oder weniger stark durch.

        – Nach euer Meinung haben Nazis kein Recht auf Verteidigung. Und ein Anwalt darf schon gar nicht selbst bestimmen wen er vertritt.

        Jeder hat ein Recht auf Verteidigung.
        Und genau das ein Anwalt selber entscheiden kann war doch in dem konkreten Fall(?) das Problem. á la wer Nazi’s vor Gericht verteidigen *möchte* ist vl. nicht der richtige im Bundestag für die Piraten.

        Deswegen ja gefühlt weil es sich eben nicht klar benennen lässt.

        Der letzte Punkt trifft aber schon eher den Kern.
        – Ihr haltet Gewalt für ein legitimes Mittel zur Bekämpfung von Faschisten.

        Ja Gewalt ist ein letztes legitimes Mittel gegen Faschisten.

        Und das aus mehren Gründen. Wenn man darüber diskutieren möchte kann man das gerne tun, dann aber bitte konstruktiv.

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        1. Idahoe

          Begriffe und ihre Bedeutung im größeren Zusammenhang:

          Wer Gewalt benötigt, dem sind längst die Argumente ausgegangen…

          Wer entscheidet bei einem diffusen Begriff wie Faschist, wer überhaupt einer ist?

          Ist das im Zweifel nicht einfach derjenige, der das Gegenteil der eigenen Überzeugung darstellt?

          Wieso frägt hier keiner, wie es denn zu einem braunen Mob überhaupt kommt?

          Zu anstrengend? Die sind eh wertlos?
          Das sind gar keine Menschen?

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        2. Battleaxe

          Zitat:
          „Ja Gewalt ist ein letztes legitimes Mittel gegen Faschisten.“

          das ist einer der „Knackpunkte“. Gewalt ist keine Option. Egal ob gegen Frauen, Kinder, Nazis (die Aufzählung ist absichtlich so – die meisten Neonazis sind unreflektierter als meine Kinder (<12).

          Gewalt ist ultima ratio bei Todesgefahr – egal gegen wen – das ist der Unterschied.

          . . . und ich halte meinen Post für einen konstruktiven Diskussionsbeitrag.

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          1. anonym

            Ich kann mir Gewalt durchaus auch bei „Gefahr für Leib & Leben“ vorstellen. Das ist bei Nazis durchaus öfter gegeben.
            Deswegen braucht es durchaus Leute die ihnen da entgegentreten.

            Als Beispiel z.B. Nazis daran hindern Asyl-Bewerber Heime anzugreifen.

            Gemeint ist nicht körperliche Gewalt gegen eine Person, wegen einer – sei sie noch so eklig – Meinung.

            *ich habe oben Faschisten aus dem Ursprungstext entnommen meinte aber Nazis

          2. Idahoe

            Die entscheidende Frage lautet, sind Nazis KEINE Menschen? Warum werden Nazis entmenschlicht?

            Nur wenn ein anderer Mensch als nicht menschlicht betrachtet wird, kann Gewalt gegen diese ausgeübt werden.

            Die Gewalt beginnt bereits vor dem Häuser anzünden. Das sind Nazis, die können nicht anderst, ist mir viel zu billig und löst nicht ansatzweise die Probleme.

            Die Frage die sich mir stellt, ist daher, wie es denn zur Entmenschlichung kommt…Meine bisher gültige Antwort lautet, durch Ausgrenzung, die unsere Urängste anspricht, das beste Mittel auch für Manipulation…

        3. bbi

          Das Problem ist, dass die militante Antifa Gewalt nicht zur Verteidigung oder allenfalls Selbstjustiz gegen andere Gewalttäter anwendet, sondern offensiv, um jegliche Gegner einzuschüchtern, niederzumachen und ein alleiniges Ideologie- und Machtmonopol zu erreichen.

          Dass man gegen zuschlagende Glatzen nicht mit guten Worten und Argumenten ankommt, ist klar, aber genau darum geht es der autonomen Antifa nicht!

          Hauptziel von Antifa-Gewalt (mit der nachhaltige Diffamierung als „Nazi“ oder Outing-Aktionen gleichzusetzen sind) ist immer die Ausschaltung abweichender politischer Ansichten, wobei die erst mit den wirklich extremen Rechten anfangen und dann stückchenweise immer weiter gehen, ins konservative, bürgerliche, gemäßigt linke Lager, bis schließlich als „Nicht-Nazis“ nur noch linke Sektierergruppen übrig bleiben, die sich gegenseitig niedermachen. Und wenn dann der letzte Linksliberale auch noch als „Nazi“ niedergemacht werden soll, ist keiner mehr da, der ihn unterstützt. Paradebeispiel für dieses Vorgehen ist die Machtübernahme der Stalinisten in Ungarn unter Mátyás Rákosi in den späten 1940er-Jahren.

          Viele verstehen nicht, was mit einem Spruch wie „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“ von diesen Leuten wirklich gemeint ist, nämlich, dass alle, die ihnen nicht in den Kram passen, wie Verbrecher behandelt und ggf. mit Lynchjustiz niedergemacht werden sollen. Und die Piraten lernen gerade, dass das keineswegs bei wirklichen Neonazis endet, auch nicht bei gemäßigten Rechten, AfD & Co, sondern dass jeder, der ihren Machtansprüchen im Wege steht, Zielscheibe ist.

          Es gibt in Folge des Bombergate genügend Tweets und längere Texte, wo Leute als „Revisionisten“ und „Nazis“ beschimpft wurden, nur, weil sie das Verbrennen von Frauen und Kindern mit Bombenangriffen nicht gut finden. Da gehen die „Beschränkungen der Meinungsfreiheit“ am Ende hin, die mit radikalem Unfug wie der Holocaustleugnung anfangen. Die betreffenden Webpranger sind immer noch online.

          Die Piraten täten vor einer Neuorganisation und einem weiteren BPT gut daran, Listen und Dateien bekannter, ein“schlägiger“ Personen anzulegen, rein aus Vorsorge und Selbstschutz, dass man sie, wenn es zu Drohungen und Übergriffen kommt, leichter identifizieren und zur Rechenschaft ziehen kann. Ein bekannter Gewalttäter wird sich besser überlegen ob er was macht, als jemand in der Anonymität eines schwarzen Blocks! Und ja, ich fürchte, man muss mit solcher Gewalt rechnen, dafür bringen die Abgeordnetenposten einfach zuviel Geld, Einflussmöglichkeiten und außerdem noch Immunität gegen Strafverfolgung!

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  10. 【Ƿ】 Fran Kee

    Ich kenn Dich nicht, Loki.

    Aber well done, und absolut richtig. Leider.
    Ich hoffe, wir gemäßigten sind beim nächsten (und andernfalls letzten) BPT klar in der Mehrheit.

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  11. Dirk

    Also, wer einen Rechten in Mietrechtsachen vertritt ist nicht zu kritiseiren. Wohnen ist Menschenrecht.
    Wer eine rechte ORGANISATION vertritt ist für politische Mandate der PP meiner Meinung nach ungeeignet. Ich würde ihn kritisieren deswegen und nicht wählen, damit aber auch gut.
    Aber das wichtigste: Den Absturz zwischen den LTW von nRW und Niedersachsen haben wir nicht den gut organisierten linken pressuregroups zu verdanken, sondern den schlecht organisierten Hochleistungsdilletanten von der „weder links noch rechts“ – Fraktion!

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  12. BAReFOOt

    Selbst schuld, wenn ihr noch immer einfach nicht wahrhaben wollt, dass ihr Geheimdienst-Agenten in den eigenen Reihen habt, die als Agents Provocateurs False-Flag-Operationen ausführen!

    Ich meine gerade ihr solltet es doch wissen!

    Da wir dein Keil zwischen euch geschlagen, und ihr denkt das seid ihr selber.

    MANN. Sowas regt mich AUF!!

    Reply

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