Wie das Öl aus dem Foyer floss

By | 21. Juli 2014

Zufrieden. Das war ich nach dem #aBPT. Ein Vorstand dem ich zutraue sachlich, diplomatisch und auch politisch zu arbeiten hatten wir gerade frisch gewählt. Die Progressive Plattform wurde gegründet und ich hatte Hoffnung dass wir nun endlich in der Lage wären wieder politisch zu arbeiten. Dass über das Bilden von Strukturen und der Wahl von Spokepersons des linken Flügels endlich der ganze Streit auf eine Sachliche ebene gehoben werden kann.

Einige Tage später hatte ich die ersten bedenken. Denn die üblichen Verdächtigen machten so weiter. Auf allen Seiten. Hauptsache rumflamen, beleidigen, diffamieren und Tatsachen verzerren.

Und heute? Heute bin ich einfach stinksauer und enttäuscht. Die @pplatform zerlegt sich gerade selbst und nimmt die Piraten mit. Das man im Berlin schon länger öffentlich eine Spaltung diskutiert ist zum einen das gute Recht der Mitglieder, und zum anderen ein alter Hut. Dass sich dann aber ein Lauer hinstellt und der Presse das Thema erst mal lauwarm auf die Stulle schmiert geht eigentlich schon mal gar nicht. Aber heute haben sie den Vogel abgeschossen. Und zwar so richtig.

Heute früh wurde von Kristos eine auf dem Vorstands-Portal veröffentlicht, dass sich die Piraten und besonders der Berliner Landesvorstand doch bitte an die Satzung halten mögen. Dies wurde wie zu erwarten von div. Leuten kommentiert:

Es ging weiter mit sehr motivierenden Ansagen eines Herrn Delius an die Wahlkämpfenden Brandenburger Piraten, denen er offensichtlich nur einen Achtungserfolg zuspricht.

Und so passend zum Feierabend wird im Tagesspiegel ein netter Artikel über die Progressive Plattform veröffentlicht. Wer hat mit dem Blatt gesprochen? Na? Richtig. Lauer und Delius. Und dabei raus gekommen sind Lügen und Unterstellungen gewürzt mit einer Priese Bullshit.

 Der Berliner Landeschef Christopher Lauer sagte vor einem Treffen der „Progressiven Plattform“ am Montagabend im Wilmersdorfer „Büro der guten Laune“ von Fraktionschef Martin Delius, der Bundesvorstand habe sich bisher nicht beim Landesvorstand gemeldet. 

Jetzt bin ich verwirrt. Der Bundesvorstand hätte sich noch nicht gemeldet? Interessant, und was war das?

Martin Delius scheint auch nur in einer eigenen kleinen Filter-Bubble zu leben.

Dieser [konservative Flügel] will sich wieder auf die Internet-Kernthemen fokussieren statt auf „unser linkes progressives Programm“, sagte Fraktionschef Delius.

Also, ich hab ja keine Ahnung von welchem Flügel er spricht, aber nahezu alle liberalen Piraten die ich kenne wollen auch weiterhin BGE, eine bessere Asylpolitik, weniger Grenzen usw. Gibt es für diese Aussage belege? Irgendwelche Merheiten die „euer“ progressives Programm wieder aus dem Wahlprogramm streichen wollen? Uns selbst wenn, ey Leute, das ist DEMOKRATIE, so deal with it.

Aber das Sahnehäubchen kommt natürlich wieder von Lauer:

Parteichef Lauer spricht über die inhaltliche Ausrichtung des konservativen Flügels von einem „erzkonservativen Netzparteischeiß“.

Lieber Herr Lauer, muss ich ihnen erklären, dass sie gerade die Mehrheit der Partei als „erzkonservativ“ beleidigt haben, weil wir AUCH Netzpolitik machen wollen? Nein, ich glaube das ist selbst Ihnen klar. Und das genau diese Themenbereiche unsere, und übrigens auch Berliner, Wahlkampftehmen bei den Wahlerfolgen waren ist ja auch egal. Und wenn man gegen die NSA kämpft ist das erzkonservativer Netzparteischeiß, schon klar.

Und weil das ja in einem schlechten Artikel nicht fehlen darf, die SMV

Einer der großen Streitpunkte zwischen den parteiinternen Flügeln ist die Frage, ob über eine Plattform im Netz verbindlich inhaltliche Beschlüsse gefasst werden sollen. Diese so genannte Ständige Mitgliederversammlung (SMV), mit der die programmatische Arbeit vorangetrieben werden soll, ist eines der Kernanliegen der Linken. 

Es ist doch nett, wie man den Fakt das wir einen BEO, eine Form der SMV, bereits in Neumarkt verabschiedet haben, einfach mal so für die eigenen Zwecke vergessen kann. Man könnte ja die kaputte GO der BEO fixen, und seinen Arsch bewegen da zu helfen, aber nein, das Ding nennt sich BEO nicht SMV, und ist dazu nicht von Lauer und Co ausgedacht. Also kann es ja nix wert sein.

Und was sonst noch so aktuell aus der Progressiven Plattform zu lesen ist, ist nicht gerade dazu geeignet mich wieder etwas weniger mies gelaunt zu stimmen. So ist da von „Machtansprüchen“ oder alle anderen Piraten werden als apolitisch abgetan.

Eure Selbstgefälligkeit, Kompromisslosigkeit, und euer Weg zur CSU mit Internet kotzen mich nur noch an. Und wem unser Vorstand zu rechts ist, alle das Wort „rechts“ im diesem Kontext zu benutzen halte ich für eine riesengroße Unverschämtheit und Beleidigung, der möge doch bitte einfach bei den Piraten austreten. Entweder er geht dann zur MLPD oder macht eine eigene Partei auf, oder verabschiedet sich besser aus der Politik, wenn er nicht in der Lage ist einen Beschluss eines Parteitages zu akzeptieren und statt dessen >60% der Partei beleidigen muss.

Um noch mal auf den Tagesspiegel Artikel zu kommen:

„Der Vorgang ist einmalig. Offenbar möchte der Bundesvorstand die Situation eskalieren lassen“, sagte Lauer.

Nein Herr Lauer, Sie und die Mitglieder Ihrer kleinen Sekte innerhalb der Partei will genau das. Nicht der Bundesvorstand.

Ich finde es schade, dass offensichtlich viel zu wenige Personen der @pplattform mitbekommen, wie sehr ihnen doch div. Personen aktuell schaden statt nützen. Aber hauptsache Populismus 2.0. Dafür sind wir ja bestimmt angetreten. Aber macht ruhig mal weiter, spielt die Partei kaputt. Euer Gehabe erinnert mich irgendwie an kleine Kinder „wenn ich es nicht haben kann, soll es auch kein anderer haben!“

19 thoughts on “Wie das Öl aus dem Foyer floss

  1. ein Berliner

    Du unterschlägst – ich gehe mal von wissentlich AIS – dass der BuVo (diesmal Kristos) auch direkt eine Mail an alle Mitglieder des LaVo Berlin hätte schreiben können.

    Interne Dinge intern klären? Nicht gewollt.

    „Twitter ist kein Parteimedium“ – von Sekor (Danke für dein Beispiel^^) ad absurdum geführt.

    Die ganzen anderen Angriffe auf „die Berliner“ inklusive dem Parteivorsitzendem – kein Wort von dir.

    Einseitig ist Trend, wa? Und die Kommentare unter der Verkündigung und dem öffentlichen Angriff sprechen Bände.
    Das solch öffentliche Verkündigung eines Vorstandes Fragen der Presse bei politisch relevanten Personen hervorrufen, ist normal und Grundwissen in ÖA-Arbeit. Zum Glück ist er nicht für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, sonst… Oh wait…

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    1. Usako

      —–Du unterschlägst – ich gehe mal von wissentlich AIS – dass der BuVo (diesmal Kristos) auch direkt eine Mail an alle Mitglieder des LaVo Berlin hätte schreiben können.

      Interne Dinge intern klären? Nicht gewollt.——
      Wie außerordentlich transparent. Intern ist was für AK, wo konzetriert an einem Sachthema gearbeitet wird und Störfeuer nur behindern und nichts beitragen könnten. Aber das ist hier nicht der Fall.

      ——„Twitter ist kein Parteimedium” – von Sekor (Danke für dein Beispiel^^) ad absurdum geführt.——
      Das ist richtig. Es ist ein soziales Netzwerk mit Zeichenbegrenzung. SMS-Internet. Nichts weiter.

      —–Die ganzen anderen Angriffe auf “die Berliner” inklusive dem Parteivorsitzendem – kein Wort von dir.—–
      Persönliche Angriffe? Abmahnungen? Mobberei? Von Sekor? Srsly? Belege bitte?

      —–Einseitig ist Trend, wa? Und die Kommentare unter der Verkündigung und dem öffentlichen Angriff sprechen Bände.
      Das solch öffentliche Verkündigung eines Vorstandes Fragen der Presse bei politisch relevanten Personen hervorrufen, ist normal und Grundwissen in ÖA-Arbeit. Zum Glück ist er nicht für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, sonst… Oh wait…—–
      Bitte bewerbe Dich mit deiner Eloquenz und deiner Fähigkeit, zu differenzieren, SOFORT bei der AG Presse. Ohne dein Ausnahmetalent würden wir kentern!

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  2. Anonymous

    Blödsinn, dieses hin und her bei Twitter gab es schon die ganze Zeit. Die PM des BuVos war schon eine Eskalation mit neuer Qualität.

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  3. Chriz

    Hauptsache Presse und politische Kontroversen machen uns wenigstens interessant.

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  4. @oullr

    Danke fuer deinen erhellenden Post. Ich hatte sowas befuerchtet 🙁

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  5. anonymous

    „Euer Gehabe erinnert mich irgendwie an kleine Kinder “wenn ich es nicht haben kann, soll es auch kein anderer haben!”“

    Nein, das war der Orgastreik, du verwechselst da was.

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  6. Das Possum

    mit diesem beitrag machst du dem piratensumpf ja echt konkurenz – heruminterpretiererei und tweets lustig aus den kontext reißen und neu zusammenstellen. ist halt immer irgendwie blöd, wenn leute rückgrat haben und für ihre sachen/überzeugungen kämpfen. da kann man eben nicht mit gebashe und gemobbe gegen anstinken.

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    1. Loki Post author

      Also, die Tweets sind alle embedded, und können jederzeit mit vollem Kontext, sprich Unterhaltung gelesen werden. Screenshots von meinen Tweets auf div. Tumblr’s von div. Leuten nicht. Und da wäre der Kontext wirklich wichtig gewesen. Ansonsten sage mir wo ich da wild interpretiere. Das habe ich beim schreiben so nicht empfunden. Gut, bis auf die Schlusssätze.

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  7. Christophe Chan Hin

    Christopher Lauer ist kein Mitglied der Plattform. Besser kann man nicht mit einem episch langen Blogpost zeigen, was das Problem von „rumhaten, ohne sich *einmal* zu informieren“ ist.

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    1. Loki Post author

      Ich habe keine Ahnung wer nun Mitglied ist und nicht. Und ich erwarte auch keine Liste.
      Das so eine Aussage wie im Tagesspiegel aber einfach so im Raum steht und gefeiert wird, ist ein erhebliches Problem mit der Sicht von außen auf die Plattform

      Lauer ist auch einer der wenigen, die am Montagabend auf dem Treffen der „Progressiven Plattform“ im Wilmersdorfer „Büro der guten Laune“ von Fraktionschef Martin Delius und dem Abgeordneten Simon Weiß für die Neugründung einer Partei plädieren.

      Genau da sehe ich eben das Problem. Ich hoffe das ihr es schafft eure PR-Arbeit zum laufen zu bringen, und das Projekt nicht an solchen Leuten sterben muss.

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      1. Christophe Chan Hin

        Wir machen keine PR Arbeit, sondern finden uns momentan. Und das mit jeder Woche +50 Mitgliedern. Ich bin da direkt: Mir ist momentan wurscht, was der Rest der Partei denkt, wer jeden Schritt in großer Erwartung nach der nächsten möglichen Aufregung beäugt wird halt auch die nächsten Wochen was finden.

        Aber eines muss halt der „sozialliberale Flügel“ oder wie die Leute sich nennen die nach dem aBPT „vollauf zufrieden“ waren jetzt halt sehen: Ausgerechnet ne Gruppe die in der Öffentlichkeit unsere *Kernthemen* vertreten hat ist halt mit 66% der Partei nicht d’accord. Man kanns drehen und wenden wie man will, Leuten ausserhalb der Partei fällt keine einzige Person bei den „Kernthemen“ nicht ein. Anke (Open Data, NSA-Skandal), Delius (BER – Transparenz), Bruno Kramm (Urheberrecht), Julia Reda (Urheberrecht). Solange hier nicht endlich anerkannt wird das die Kernthemen nicht nur, aber doch ganz gewaltig auch von den Progressiven bearbeitet werden, sehe ich halt nunmal keine Notwendigkeit, mich über „unsere“ PR aufzuregen. dpa Meldung zum Wahlkampf Brandenburg? Delius. Zweimal in nem Monat in ner Talkshow zur NSA? Anke.

        Nö, mit unserer PR ist alles ok und sterben wird das Projekt ganz sicher nicht.

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        1. Idahoe

          Komm einfach mal wieder runter, Du bist weder Herkules, noch die anderen Götter…

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        2. Loki Post author

          Ich finde was die Genannten politisch machen toll. Mit fast allen aus der Liste sehe ich auch keine Probleme mit dem Umgang mit Anders-Denkenden innerhalb der Partei. Um diese Leute geht es mir gar nicht. Es geht vielmehr um einige, wenige, extrem laute Leute, die von der komplett externen Sicht einfach nur ein schlechtes Licht auf euch werfen.

          Ich sehe auch eigentlich keine großen politischen Differenzen. Oftmals wirkt es einfach nur wie persönlicher Streit.

          Ich verstehe das ihr euch gerade findet. Und natürlich kann ich nachvollziehen, das ihr noch keine PR machen wollt. Aber gerade was div. Fälle betrifft sollte man zumindest klar stellen, dass dies NICHT die Meinung oder Aussage der Plattform ist oder das eben $Person kein Mitglied ist.

          Genau das kommt nämlich außerhalb nicht an. Und gerade jetzt, gerade bei dem Streit und Spaltungs-Gequassel, wäre es doch einfach gut mal so was abzulassen. Damit etwas ruhe einkehrt. m2c

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  8. Idahoe

    Für Andrea, denn die im Dunkeln siehste nun auch

    Ich finde diese Zeit sehr spannend,
    denn nur noch etwas Geduld. Menschen, die andere Menschen abwerten, sind mit einem ausgesprochenem Minderwertigkeitskomplex ausgestattet, der gefüttert werden muß.

    Der heilige Christopherus demontiert sich selbst, er schwelgt in seinem eigenem Saft, auch Lächerlichkeit genannt. Das ist bei genauerer Betrachtung bei allen „großen“ ANFührern sehr ähnlich. Niemand muß vor ihnen Angst haben. Nur wenn sie dämonisiert werden, können sie Schrecken verbreiten.

    Die Avantgarde ist zwangsläufig immer eine Minderheit, die nur durch Lautstärke überhaupt wahrgenommen wird.
    Deshalb benötigen sie auch MACHT und diese gibt es nur mit Gläubigen. Das ist der Marktgedanke, der nur an den Verkauf denkt, jedoch nicht über die Konsequenzen. Wer anderen „apolitisches“ Handeln vorwirft, hat selbst nichts mehr in der Hinterhand. Sie isolieren sich selbst und Gewalt ist im übrigen der eindeutige Hinweis, daß Argumente bereits ausgegangen sind.

    Da ist nur noch die heiße Luft gegen die ANDEREN Windmühlen, mangels Kenntnis der eigenen Unfähigkeit.

    Das wichtigste ist inzwischen auf dem Wege, denn viele haben begonnen eine Haltung zu entwickeln, sie kommen aus der Täter/Opfer-Schiene heraus.

    Ich würde deshalb ein ganz klares DANKE Anke aussprechen.

    Schwarz sehen war so 80er, der ewig Gestrigen.

    Gruß

    Humor ist das beste aller Mittel.

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  9. xwolf

    Danke für den Beitrag, das meiste war mir schon bekannt, bei einigem wüsste ich mehr zu schrieben bei anderem weniger. Die Info bzgl. dem Telefonat war aber etwas was ich bisher nicht sah; Das das entlarvt den Clown nun ganz als Lügner…

    Die Frage ist nun aber: Wie gehen wir weiter?
    Man sah es auf dem aBPT: Während in der Halle über 60% der Leute das harte Tagesgeschäft machten, jeden der sich vorstellte zuhörte und abstimmten, machten ein paar Dutzend Leute eine Egoshow im Foyer. Darunter Leute, die einen verantwortungsvollen Job übernahmen, der zumindest innerparteiliche Neutralität verlangte (ehemalige Mitglieder der SG Social Media und der SG Presse) und die dann einfach so den Stift fallen ließen.

    Meines Erachtens kommen wir nicht weiter, wenn wir die ausgestreckte Hand nach dem erfolgten bespucken dieser Leute nur neu waschen und weiter hinhalten.
    Wir sind die Piraten: Wir haben eine Vision, wir haben Ziele. Diese Ziele sind keine veralteten Konzepte und theoretischen Kopfgeburten des letzten Jahrtausends.
    Wir, oder zumindest ich für meinen Teil, werde mich nicht verbiegen nur um alle mit an Bord zu nehmen.
    Wenn die Leute nicht zu uns passen, keine Anstrengungen unternehmen um an sich selbst zu arbeiten, dann ist das so. Auch wenn die sagen, wir oder ich bin schuld, weil wir uns nicht bewegen. Oder das dann Märchen gestreut werden, man seie ja eigentlich die Mehrheit.
    Das ist deren Entscheidung. Das ist deren Glauben. Sollen sie ihn glauben. Sollen sie damit glücklich werden.
    Woanders schrieb ich: „Geht mit Marx, aber geht!“.
    Natürlich provokant. Aber nicht weniger provokant als jene.
    Deren Glauben hat ihr Ende an meiner Freiheit. (Genauso wie meiner umgekehrt). Das ändert jedoch meine Toleranz nicht.
    Toleranz: Tja, ein Wort das zum Pluralismus fest gehört. Man kann es marketingtechnisch verdrehen, so wie es Christophe als gelernter Marketingmensch gut kann. Man kann behaupten man sei so tolerant und weltoffen. In Wirklichkeit aber eine Meinungsdiktatur starten, Leute deren Vorgehen der eigenen Moral nicht entsprechen, in direkten Briefen während einer stressigen Lebensphase unter Druck setzen so dass sie brechen oder gehen, man kann dies und das versprechen, glänzen.
    Sorry, aber all das was von der Ecke kommt sind in Worte gepresste Holzglanzfolien. Die schön ausschauen sind, aber unter der Oberfläche verklemmte Moral, konservatives Verbotsdenken und an die SED und Sekten erinnernde Meinungsdogmatie offenbaren.

    Das war Blabla. Und wie machen wir weiter?
    Ganz einfach: Wie machen einfach weiter.

    Hören wir auf, diese Leute wichtiger zu nehmen als sie sind. Genausowenig wie wir auf der Strasse uns durch jeden Blättchenverteiler aufhalten lassen, sollten wir uns von diesen Leuten weiter aufhalten lassen.
    Wir wollten Freiheit, wir wollten unsere gelebte Kultur erhalten. Wir wurden und werden darin bedroht. Aus der Politiker, aus der Wirtschaft, aus den Sekten aus der medienproduzierten Dummheit der Menschen.
    Dies hat sich nicht geändert.
    Last uns die Erfahrungen um die aktuellen Ereignisse berücksichtigen, aber uns nicht weiter davon stören lassen. Es gibt viel zu viel zu tun um uns durch solch „klebende“ Diskussionen binden und aufreiben zu lassen.

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    1. wolf/gn8

      >>Hören wir auf, diese Leute wichtiger zu nehmen als sie sind.<<

      So isses. Einfach weitermachen. Hat übrigens Marcuse sich auf seinen Grabstein schreiben lassen. Nur vorsorglich: ist an sich nicht naziverdächtig.

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  10. Falk D.

    Vorweg: Ich bin schon vor Jahren beim ersten Linksruck mit „Piraten gegen Rechts“ und als grünes Alt-Inventar mit Zündschnur in die Piraten einsickerte, ausgetreten.
    Mittlerweile schlägt bei mir die ehemalige Sympathie für die Piratenpartei in blanke Wut um. Den Schaden, den das (Berliner) Kaspertheater an der Durchdringungsfähigkeit netzpolitischer Ideen und Themen angerichtet hat, bekommen ernstgemeinte Initiativen immer wieder zu spüren.
    Mittlerweile kann man nur hoffen, dass sich die Piraten irgendwie, aber bitte nicht zu laut, zerlegen und für mindestens vier Jahre aus der Öffentlichkeit verschwinden, damit wir mit ernsthaften Politikern über Netzthemen reden können.

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