Arsch hoch – Kämpfen!

By | 22. Mai 2017

Erinnert ihr euch noch an 2009, wo die Zensursula uns Stopp Schilder im diesen Neuland verkaufen wollte? Wisst ihr noch wie viele Leute damals auf den Straßen waren, um Unterschriften zu sammeln, damit wir als Piraten zur Bundestagswahl antreten durften?

Oder an die Parteitage die darauf folgten? Unseren Boom? Die Presse, die uns zuerst hoch geschrieben hat, und dann in den Abgrund gestoßen als wir „langweilig“ wurden?

Politik aus Notwehr – darum sind wir angetreten. Nicht weil wir alle so geil darauf waren Politik zu machen. Nein, weil wir mussten. Weil man uns das Internet kaputt machen wollte. Weil „die Etablierten“ nicht gewillt sind, unser soziales System an die Veränderungen anzupassen, die durch das Internet, und die Automatisierung, auftreten.

Als „Partei für IT und Soziales“ hätte man uns wohl bezeichnen können. Damals.

Viel ist geschehen seit dem. Wir hatten Flügel- und Grabenkämpfe, Vorstände die lieber ihre eigene Agenda durchziehen, statt sich um die wichtigen Dinge zu kümmern. Wir hatten Fraktionen in Landtagen, die leider nicht wieder gewählt wurden. 

Und jetzt? Ich sehe kaum noch aktive Piraten, in ganzen Landstrichen gibt es keinen mehr der etwas tut. Landes- und Bundesparteitage sind immer schlechter besucht, und Wahlkampf? Kaum noch. 

Aber warum? Hat sich der Grund, warum wir als Piraten existieren sich geändert? Nein! Es ist immer noch Politik aus Notwehr. Und diese ist wichtiger denn je! Geheimdienst- und Datenschutzskandale, Leistungsschutzrecht, Netzwerk-Durchsetzungsblabla, Hatespeech-Zensur Kampagnen, Drosselkom, der Kampf gegen die Netzneutralität und so viel mehr.

Gibt es eine bessere Alternative? Nein. Die Nazis von der AfD sind keine, und die Großen Parteien kleben immer noch an Sesseln und Macht, und sind viel zu weit weg vom Volk für soziale Politik.

Also, warum sind so viele Menschen nicht mehr dabei? Warum gaben so viele Menschen so leicht auf, und aus welchen Gründen? Sind wir etwa zu unbedeutend geworden? Nein! Auch 2009 waren wir nicht wirklich bedeutend.

Viele beklagen sich über Vorstände, Kandidaten, oder Leute die Anträge schreiben. Könnt ihr gerne tuen. Das gehört dazu. Aber deswegen nichts mehr tuen für die Partei? Deswegen den Schwanz einziehen und gehen? Nein danke.

Bewegt euren Arsch aus dem Sessel, schnappt euch Unterstützungs-Unterschriften Formblätter. Geht raus, sammelt Unterschriften, geht Wahlkämpfen. DANN habt ihr euch ein recht zu meckern. Denn eines sollte allen klar sein: Wenn wir es dieses Jahr nicht antreten können, oder unter die Grenzen der Parteienfinanzierung fallen, wird diese Partei unter ihrem eigenen Gewicht zusammen brechen. 

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