Von der „freien Meinungsbildung“ und den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern

By | 13. September 2011

Viele werden es mitbekommen haben, mancher war bestimmt auch dort: Die Freiheit statt Angst Demo 2011. Diese war nach Angaben der Veranstalter ein voller Erfolg.

Neben den über 5.000 Demonstranten fand man auch viele Infostände von Parteien (Piraten, Grüne, FDP, Die Linken,…), Gewerkschaften und sonstiger Gruppierungen.

Und auch Nina Hagen gab ein paar Songs zum Besten.

Beeindruckt von den Informationen die via Twitter und anderen Quellen verbreitet wurden, hoffte ich auf ein paar kurze Eindrücke in den öffentlich-rechtlichen Medien.

Doch: weit gefehlt! 2 Tage hat man die Zuschauer bombardiert mit den 10x aufgewärmten Bildern von 11. September 2001. Aber von der FSA 2011 hört man nichts. Ja, wirklich nichts! Ok, eine Mitarbeiterin der ZDF Online Redaktion hat Ihre Eindrücke als Teilnehmerin der FSA auf zdf.de geschildert, aber wirklich neutrale Berichterstattung sieht anders aus.

Und dabei gibt es rechtliche Vorschriften. Man schaue sich doch einfach mal § 11 RStV RStV,NI – Auftrag an:

(2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.

Aber dieser Paragraph wird schon lange systematisch ignoriert.

In einer politischen Landschaft, in welcher dem Bürger, unter Berufung auf die „Sicherheitslage“ , immer mehr in seinen Grundrechten beschnitten wird, ist es meiner Ansicht nach unverantwortlich, 2 Tage lang „Angst und Schrecken“ zu verbreiten, und gegensätzlich gerichtete Bewegungen unter den Tisch zu kehren.

Oder hat man einfach zu viel Angst in den Aufsichtsräten der Rundfunkanstalten, man könne dem ungeliebten politischen Konkurrenten Nährboden bieten?

Update:
Nach FSA kahm 0zapftis, und auch hier läuft es nicht besser, wenn auch anders. Mehr dazu auf Farlion.com

One thought on “Von der „freien Meinungsbildung“ und den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern

  1. T. Langner

    Durch Zufall bin ich auf euren Artikel gestoßen. Ich kann euch aus eigener Erfahrung, auch mit anderen Veranstalltunge aus dem sozialen Bereich, nur bestätigen.

    In meinem Konkreten Beispiel ging es z.B. darum das sich einige Arbeitslose Informatiker zu einer Arbeitsgruppe zusammengefunden hatte, um durch Selbsthilfe wieder in Lohn und Brot zu kommen. Diese Gruppe fand damals 2006-2010 schnell viele Anhänger. Also in einer Zeit vieler Kriesen, z.B. der Bankenkriese und damit der Einsparung der Firmen an Arbeitsplätzen.

    Diese Gemeinschaft tratt geschlossen an öffentlich-rechtliche Sender heran. Aber man bekam immer wieder als Rückantwort zu hören, das interessiert uns nicht.

    Es stellt sich hier doch immer wieder die Frage warum zahlt man GEZ Gebühren? Wenn u.a. so regirös gegen Paragraphen verstoßen wird.

    Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.